Klassenführung

 

(= K.), [PÄD], auch als Klassenmanagement (Schönbächler, 2008, Ophardt & Thiel, 2008) oder Classroom Management (Kiel, 2007, Haag & Streber, 2012) bezeichnet. In früheren Darstellungen wurde K. v. a. assoziiert mit dem Herstellen von Disziplin und Ordnung im Klassenzimmer. Seit der kogn. Wende der 1970er-Jahre erfuhr das Verständnis von K. eine Demokratisierung und heute versteht man unter K. nach Kiel (2007, 337) die «Gestaltung, der auf Lernarbeit zielenden Interaktion zw. Schüler und Lehrer in dem institutionalisierten sozialen Rahmen der Schulklasse». K. ist somit nicht beschränkt auf die Reaktion der Lehrkraft auf Unterrichtsstörungen, sondern beinhaltet auch das proaktive Herstellen einer produktiven Lernatmosphäre durch Lehrer und Schüler. Laut der Scholastik-Studie ist K. von enormer Bedeutung für den Lernerfolg. Außerdem konnte die Wichtigkeit von K. für das Wohlbefinden von Lehrkräften und Schülern herausgestellt werden (u. a. Schönbächler, 2008). Zur Verbesserung der Klassenführungskompetenz werden Trainings für Lehrkräfte angeboten, u. a. COMP (Ewertson et al., 2000), PAUER (Kiel et al., 2010) und KODEK-Training (Ophardt & Thiel, 2009–2012). Klassenführung, effiziente, Klassenführungsstile

Referenzen und vertiefende Literatur

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