Klassengröße

 

(= K.) [engl. class size], [PÄD], die K. wird von Lehrpersonen als einer der Hauptbelastungsfaktoren benannt, im Besonderen dann, wenn der Anteil schwieriger Schüler hoch ist bzw. viele Disziplinstörungen (Unterrichtsstörungen) auftreten. Es besteht ein als stabil zu bezeichnender Konsens subj. Theorien über die Vorteile kleiner Klassen. National gibt es jedoch kaum empir. Belege, die dies stützen würden, z. B. dahingehend, dass sich Unterricht in großen und kleinen Klassen nachhaltig unterscheidet. Lehrpersonen nutzen kleinere K. meist nicht und unterrichten diese genauso wie große (Helmke, 2015). Während nationalen Studien des Weiteren auch keine eindeutigen Effekte der Klassengröße auf die Leistungsentwicklung (Leistung, Lernerfolg) von Schülern feststellen, belegen internat. Studien recht eindeutig, dass eine kleine Klasse Einfluss auf die Schülerleistungen haben kann. Kleinere Klassen sind unverzichtbar für den Anspruch, inklusiv, also differenziert und individualisiert, zu unterrichten; die (Unterrichtsqualität lässt sich u. a. durch einen angemessenen Grad an Individualisierung und Differenzierung fördern (Brophy & Good, 1986). Zudem bestehen Befunde, dass kleinere Klassen u. a. ein besseres Eingehen auf Schüler, mehr indiv. Arbeitsaufträge und mehr Feedback ermöglichen sowie weniger Zeitaufwand für die Lösung von Disziplinstörungen erfordern. Ebenso führen kleinere Klassen zu Belastungsreduktion und größerem Wohlbefinden von Lehrpersonen.

Referenzen und vertiefende Literatur

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