Klix, Friedhart

 

(1927–2004), [KOG, HIS], entging der britischen Gefangenschaft und wurde zunächst Junglehrer, trat in die SED ein, bemühte sich vorerst vergeblich um einen Studienplatz für Ps., studierte schließlich ab 1949 an der Humboldt-Universität in Berlin. Mit der Diplomarbeit «Über die Wirkungsweise der Zielspannung im Handelsgeschehen», in der er Gottschaldts Handlungsanalysen und Dunckers Problemlösungstheorien verband, legte Klix die Diplomprüfung bei Gottschaldt ab. Klix promovierte 1957 mit einer Arbeit über die Größenkonstanz der Sehdinge bei Eigenbewegung des Wahrnehmenden. Kurz vor Fertigstellung seiner wahrnehmungspsychol. Habilitationsschrift kam es zu einem Konflikt mit Gottschaldt. Klix und einige seiner Kollegen verließen das Berliner Institut; Klix konnte dann in Jena arbeiten und sich in Dresden habilitieren. Nachdem Gottschaldt einen Ruf nach Göttingen angenommen hatte, kehrte Klix nach Berlin zurück. Hier baute er ein interdisziplinär ausgerichtetes Institut auf, das der exp. kogn.-psychol. Forschung unter Einbeziehung der Kybernetik verpflichtet war. Klix selbst berichtete später (Klix, 2004), dass 38 spätere Professoren aus dieser Einrichtung hervorgegangen seien. Durch seine Kontakte zu Parteifunktionären, aber auch zu internat. Einrichtungen und Verbänden konnte Klix eine Position erreichen, die in der DDR außergewöhnlich war. Klix verfasste sechs Bücher und über 200 Aufsätze. Er gab über 40 Jahre lang die Zeitschrift für Psychologie heraus. Klix war maßgeblich an der Ausrichtung des 22. Internationalen Kongresses für Psychologie 1980 in Leipzig beteiligt (Schönpflug & Lüer, 2011). Klix erhielt Ehrendoktorwürden der Universitäten Salzburg und Dresden, war Mitglied mehrerer Wissenschaftsakademien und bekam die Auszeichnung der Deutschen Gesellschaft für Psychologie für sein wiss. Lebenswerk.

Referenzen und vertiefende Literatur

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