Kommunalität

 

(= K.) [engl. communality; lat. communis gemeinsam], [FSE], Gemeinsamkeit. In der Faktorenanalyse eingeführter Terminus (h^{2}) für denjenigen Anteil der gesamten Varianz einer Variablen, der auf gemeinsame Faktoren (Variable, latente) zurückgeführt werden bzw. durch die ermittelte Faktoren aufgeklärt werden kann:

h%5E%7B2%7D%3Da_%7B1%7D%5E%7B2%7D%2Ba_%7B2%7D%5E%7B2%7D%2B...%2Ba_%7Bn%7D%5E%7B2%7D%3D%5Csum_%7Bi%3D1%7D%5E%7Bn%7Da_%7Bi%7D%5E%7B2%7D

n = Anzahl der Faktoren

a_{i} = Ladung der Variablen auf Faktor i.

Faktorenanalyse, exploratorische.

[KOG], in der Sprachps. die Übereinstimmung der assoziativen Reaktionen versch. Personen auf ein best. Reizwort (Assoziation). Das Ausmaß der K. wächst mit dem Anteil einzelner Responses, z. B. der Primär- und Sekundärreaktionen, an der Gesamtzahl der Responses auf ein Reizwort.

Der K.index wird benutzt, um die Gleichförmigkeit der Assoziationsvorgänge in einer Gruppe von Personen zu beschreiben. Das Ausmaß der K. kann dabei mit der Zeit sowie zw. versch. Personengruppen variieren. Besonders der letzte Gesichtspunkt verweist auf die Bedeutung dieses Maßes für die Soziolinguistik. Untersuchungen in den 1960er-Jahren zeigten, dass die K. von 1900 bis dahin angestiegen ist. Die Menschen assoziierten zunehmend das Gleiche. Jenkins (1960) führte das auf die wachsende Außengelenktheit (nach Riesman, 1958) zurück. Auch der steigende Einfluss der Massenmedien und der Werbung wurde als mögliche Ursache angeführt (Hörmann, 1967).

Verwendete Literatur

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