Kompensation

 

(= K.) [engl. compensation; lat. compensare ausgleichen], Ausgleich, Ersatz, wechselseitige Aufhebung entgegenwirkender Kräfte. [SOZ], Soziale K. bez. die motivations- bzw. leistungssteigernde Wirkung während der Bearbeitung von Gemeinschaftsaufgaben bei Personen, die bei anderen Gruppenmitgliedern eine geringere Leistung oder Leistungsfähigkeit vermuten.

[KLI], aus psychoanalytischer Perspektive (Individualpsychologie) ist K. eine bewusste oder unbewusste Strategie, durch die das Individuum psych. Mängel auszugleichen versucht (z. B. das Streben nach Vollwertigkeit oder Überwertigkeit bei Minderwertigkeitsgefühlen). [KOG], Kognitive K. bez. den Ausgleich eines obj. oder subj. erlebten Ungleichgewichts zw. verfügbaren Fähigkeiten und Umweltanforderungen. Die K. kogn. Defizite spielt insbes. bei Pat. mit Hirnschädigungen eine große Rolle.

[BIO], Neuropsychol. K. umfasst die therap. angeleitete Verwendung von Strategien (z. B. Gedächtnisstrategien), die Verbesserung der Realitätsanpassung und -überprüfung sowie die kogn. Bewältigung von Krankheitsfolgen. I. R. der K.therapie wird versucht, Defizite durch Investition von mehr Anstrengung, Substitution durch intakte Funktionen, Entwicklung neuer Fähigkeiten, Veränderung von Erwartungen oder Auswahl alternativer Ziele auszugleichen.

[EW], Altern, erfolgreiches, Selektion, Optimierung und Kompensation, Modell der (SOK-Modell).

Referenzen und vertiefende Literatur

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