Kompetenzentwicklung

 

(= K.) [engl. competence development], [EW, KOG, PÄD, PER], erweitert den Erlebens- und Verhaltensspielraum. Sie betrifft das Wissen, die Selbstwahrnehmung und Selbstregulation sowie den Umgang mit dem Umfeld in allen Persönlichkeits- und Leistungsbereichen (Erfahrungsbildung). Neue Bildungskonzepte mit Fokus auf beschreibbare Bildungs-Outcomes anstelle von Lehrinhalten betonen diesen übergreifenden Ansatz als Entwicklungsziel und gehen somit über die Verbesserung der kogn. bzw. rationalen Fähigkeiten (Kognition, Fähigkeit) hinaus (s. auch versch. Def. der Kompetenz). Als klassische Bereiche der K. werden u. a. beschrieben: Rechtschreiben (Schreiben, Schneider, 1997), Lesen (Scheerer-Neumann, 1997), Texte verstehen und formulieren (Eigler, 1997), Fremdsprachen beherrschen (Fremdsprachenerwerb, Krumm, 1997), Informieren und Kommunizieren (Kommunikation, Schneewind & Pekrun, 1994, Witte, 1997), Mathematik und Naturwissenschaften verstehen und anwenden (Stern, 1997), Emotionen verstehen und kultivieren (Emotionsregulation, Ulich, 1994), Moralkonzepte aufbauen (Entwicklung, moralische, GerechtigkeitUngerechtigkeitssensibilität, Montada, 1994, Preiser, 1994, Oser, 1997), Gesundheit fördern (Fuchs & Schwarzer, 1994), Sport verstehen und anwenden (Nitsch & Singer, 1997), Musik und Kunst gestalten und erleben (Oerter & Bruhn, 1997), sich beruflich befähigen (Achtenhagen, 1994, Prenzel et al., 1997), Lernen, selbstgesteuertes und Lernen lernen (Friedrich & Mandl, 1997, Weinert & Schrader, 1997). Burch entwickelte in den 1930er-Jahren ein Vierstufenkompetenzmodell (Adams, 2011): 1. Unbewusste Inkompetenz, 2. Bewusste Inkompetenz, 3. Bewusste Kompetenz, 4. Unbewusste Kompetenz. Das Ausmaß und der Grad der Kompetenz können durch Potenzialanalyse und Potenzialbeurteilung ermittelt werden (Rosenstiel, Lang-von Wins, 2000). berufliche Kompetenzentwicklung.

Verwendete Literatur

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