Konditionierung, klassische

 

(= k. K.) [engl. classical oder Pavlovian conditioning; lat. conditio Bedingung], [KOG], die k. K. ist ein Effekt, der beobachtet werden kann, wenn ein neutraler Reiz (CS, konditionierter Stimulus) mit einem affektiv bedeutsamen Reiz (US, unkonditionierter Stimulus) wiederholt gemeinsam dargeboten wird und der CS durch diese Kontingenz ebenfalls eine in vielen Fällen dem US ähnliche Reaktion hervorruft. Das berühmteste k.-K.-Experiment wurde von Pawlow (1927) beschrieben. Dabei wurden Hunde als Versuchstiere eingesetzt und als US wurde Futter verwendet, das bei Hunden zu der unkonditionierte Reaktion (UR) «Speichelfluss» führt. Pawlow konnte beobachten, dass nach mehrmaliger Paarung des Tons einer Glocke als CS mit dem Futter als US eine der UR ähnliche Reaktion schon bei dem Glockenton auftrat (die sog. konditionierte Reaktion (= CR)). K. K. wird auch als Signallernen bezeichnet, da nach einigen Theorien, wie dem Rescorla-Wagner-Modell, der CS zum Hinweissignal für das Auftreten des US wird. Als k. K. bezeichnet man neben dem Effekt auch eines der wichtigsten Paradigmen zum Nachweis basaler Formen des Lernens von Organismen. Typischerweise werden bei der k. K. physiol. Maße als abhängige Variable erfasst wie bspw. der Hautleitwert [engl. skin conductance reaction] im Humanbereich. Lernen.

Referenzen und vertiefende Literatur

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