Konstruktive Abstimmung

 

[engl. constructive alignment], [PÄD], ist ein didaktisches Konzept, dessen Grundidee darin besteht, Lernziele [engl. learning outcomes], Lehr-Lernaktivitäten [engl. teaching] (Lehr-Lern-Methoden) und Prüfungsformen [engl. assessment] einer Lehrveranstaltung in Einklang zu bringen. Hierzu muss die wechselseitige Beeinflussung dieser drei Komponenten im Zuge der Planung von Unterricht und Prüfungen berücksichtigt werden. Um Lehr-Lernaktivitäten anzuregen, welche Lernende bei der Erreichung der Lernziele unterstützen, werden von der Lehrperson zunächst Lernziele bestimmt. Anschl. werden die Unterrichtsmethoden passend zu den Zielen ausgewählt, sodass diese dazu beitragen, die Lernenden optimal bei der Zielerreichung zu unterstützen. Zudem müssen die Prüfungsformen, die der Feststellung der Lernzielerreichung dienen, mit den Lernzielen und den Unterrichtsmethoden korrespondieren.Damit rückt das Modell die angestrebten Kompetenzen der Lernenden in den Fokus, wobei sowohl die Lehr-Lernaktivitäten als auch die Lernstanderhebungen so gestaltet werden, dass die intendierten Lernziele erreicht und überprüft werden können. Besteht das Unterrichtsziel z. B. im Transfer von unterrichteten Prinzipien in die Praxis, stellen u. a. die Bearbeitung von Fallbsp. oder realitätsnahe Simulationen geeignete Methoden dar, um dies zu üben. Ist den Lernenden jedoch bewusst, dass die notenrelevante Prüfung aus einer bloßen Wissensabfrage im Multiple-Choice-Antwortformat besteht, werden sie sich i. R. der Prüfungsvorbereitung trotz meth. anspruchsvoller Unterrichtsgestaltung auf den Wissenserwerb (insbes. Auswendiglernen der Prinzipien) konzentrieren. Dem kann durch die Wahl geeigneter Prüfungsformate vorgebeugt werden. Hochschuldidaktik.

Referenzen und vertiefende Literatur

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