kontinuierliche Verbesserungen

 

[engl. continuous improvements], [AO, FSE], der kontinuierliche Verbesserungsprozess (KVP) ist eine Bez. für praktische Konzepte in Organisationen zur routinemäßigen Beteiligung der Mitarbeiter im Prozess der Innovation in Organisationen. Angeregt durch das japanische Kaizen (kleine Verbesserungen, Imai, 1992) wurden auch in vielen anderen Ländern Mitarbeiter aktiviert, um gemeinsam praktisch nützliche Verbesserungsvorschläge auszuarbeiten. Beim KVP werden Problemlösegruppen gebildet, die unter Nutzung ps. Kreativitätstechniken (Kreativität) durch dafür ausgebildete Moderatoren (Moderationstechniken) angeleitet werden, gemeinsam Ideen und Lösungen zu entwickeln. Ausdrücklich sind auch kleine Verbesserungen erwünscht. KVP-Gruppen ähneln Qualitätszirkeln, ihr Einsatzfeld ist aber nicht auf best. Probleme eingeschränkt und ihre Zielsetzung ist, einen zeitlich nicht befristeten Verbesserungsprozess zu fördern. Im Ideal sollen die Mitarbeiter durch die Beteiligung an den Prozessen und Innovationen so sehr motiviert werden, dass eine kontinuierliche Zunahme der Verbesserungen resultiert. Empirisch wurde diese Forderung jedoch nicht nachgewiesen. Typisch sind vermutlich eher zyklische Aktivierungsprozesse oder durch Kundenunzufriedenheit (Kundenzufriedenheit) angestoßene Verbesserungen. Den KVP-Prozess ständig in Gang zu halten, gehört zu den wichtigsten Aufgaben des Managements. Anders als beim herkömmlichen betrieblichen Vorschlagswesen (BVW) werden Verbesserungsvorschläge nicht durch Einzelprämien belohnt. Die beim KVP resultierenden Verbesserungsvorschläge werden in manchen Betrieben als «Gruppenvorschläge» ähnlich wie beim BVW prämiert, empfohlen werden aber eher Belohnungen, die den Gruppenzusammenhalt fördern (z. B. Geld für gemeinsames Essen oder Verreisen). PDCA-Zyklus, Qualitätssicherung.

Referenzen und vertiefende Literatur

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