Kontrollierte Praxis

 

(= K.P.) [engl. controlled practice], [KLI], das Konzept der K.P. entstammt der Klin. Ps. und dient vor allem der Qualitätssicherung psychoth. Prozesse. Dem Praktiker – i. d. R. dem Psychotherapeuten – soll damit die Möglichkeit geboten werden, sein Handeln in der Praxis zu überprüfen und im Bedarfsfalle zu verbessern. Das Vorgehen ist praxisgeleitet und stellt ein fachbezogenes, qualitätsorientiertes Handeln dar. Die zu prüfenden Hypothesen werden dabei eher qual. formuliert. I. Ggs. zur Einzelfallanalyse (Einzelfallexperiment) erfolgt keine stat., sondern eine deskriptive (qual.) Auswertung. Die Anforderungen der K.P. kann man durch 7 Aspekte kennzeichnen: (1) regelgelernte Dokumentation von Diagnose- und Therapieschritten; (2) explizites Erfassen der subj. bedeutsamen Beschwerden des Pat.; (3) einzelfallbezogene Prüfbarkeit der Beschwerden und des therap. Vorgehens; (4) min. zusätzliche Belastung des Pat. durch die Datengewinnung; (5) Datengewinnung und Behandlung dürfen sich nicht neg. beeinflussen; (6) unmittelbare Umsetzung der erhobenen Informationen in und für die klin. Praxis; (7) Datenauswertungsschritte müssen ohne größeren Aufwand durchführbar sein. Die Ziele der K. P. beziehen sich auf eine optimierte Indikationsstellung, die Dokumentation und Überprüfung des Therapieverlaufs sowie den Fallvergleich, mit dem eine differenzielle Indikationsstellung ermöglicht wird.

Referenzen und vertiefende Literatur

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