Kontrolltechniken, Experiment

 

(= K.) [engl. control techniques, experiment], [FSE], Bez. für sämtliche Maßnahmen in Planung und Ausführung eines Experiments, mit denen sichergestellt werden soll, dass für die Fragestellung der Untersuchung irrelevante Faktoren (Fehler) die Ergebnisse nicht beeinflussen (interne Validität). Übliche Verfahren der K. sind: (1) direkte Ausschaltung einer Störbedingung (z. B. Lärm), (2) systematische gleichmäßige Verteilung bekannter, aber nicht eliminierbarer Faktoren (z. B. der Tageszeit der Versuchsdurchführung) auf die versch. zu untersuchenden Bedingungen, sodass sie sich auf die zu vgl. Ergebnisse gleich auswirken (Ausbalancieren), (3) Verteilung nicht bekannter Faktoren durch Zufallsentscheidung (Randomisierung; z. B. Zuweisung von Vpn zu einer Versuchs- und einer Kontrollgruppe nach dem Zufall, wodurch persönliche Unterschiede bei größerer Anzahl von Vpn gleichmäßig auf beide Gruppen verteilt werden), (4) Parallelisieren aufgrund eines Vorversuchs oder bekannter Merkmale (Parallelgruppen). Nach den Vortestergebnissen wird eine Rangordnung gebildet. Es werden dann die zwei (oder mehr) ersten Rangplätze herausgegriffen und ihre Inhaber nach Zufall auf zwei (oder mehr) Gruppen verteilt; es folgen die nächsten zwei (oder mehr) usw. Auf diese Weise entstehen zwei (oder mehr) nach dem Vortestmerkmal (z. B. Lernleistung) praktisch äquivalente Gruppen. CONSORT statement für randomisierte kontrollierte Studien, Quasi-Experiment, Konfundierung, interne Validität, Bedrohungen für die.

Verwendete Literatur

Sie sind schon registriert? Zur Anmeldung
Erstellen Sie einen Account um das komplette Literaturverzeichnis einzusehen.