koordinative Struktur

 

(= k.S.) [engl. coordinative structure], [BIO, KOG], Bez. für Gruppen funktionell gekoppelter Muskeln (auch als Synergien bez.). Die Kopplung kann eher rigide sein, wie bei komplexen Reflexen, oder eher flexibel im Dienste best. Aufgabenstellungen (Koordination). Ein Problem der Bewegungssteuerung ist die Redundanz des motorischen Systems: Es gibt viel mehr Muskeln (und Gelenke), als für eine best. Bewegung benötigt werden (Kinematik, Dynamik). Aus dem beabsichtigten Verlauf einer Bewegung lassen sich die erforderlichen Muskelkontraktionen also nicht eindeutig bestimmen. Das wird jedoch möglich, wenn die Zahl der Freiheitsgrade gesenkt wird, indem Abhängigkeiten zw. den Kontraktionen versch. Muskeln hergestellt werden. Auf höheren Ebenen der Bewegungssteuerung existiert das Problem der Redundanz dann nicht mehr; k.S. lassen sich einfach steuern. Motorik, Psychomotorik.