Korsakow-Syndrom

 

(= K.) [engl. Korsakoff's syndrome], [KLI], ein von S. Korsakow (1854–1900) im Jahre 1887 ursprünglich bei Alkoholmissbrauch (Alkoholismus) beschriebenes Krankheitsbild einer organischen Psychose, bei der Merkfähigkeitsstörungen (Gedächtnisstörungen) im Vordergrund stehen bei mehr oder minder intaktem Altgedächtnis. Erinnerungslücken werden mit Konfabulationen gefüllt. Die Orientierung zu Ort und Zeit, in schweren Fällen auch zur Person, ist gestört. K. kann sich aus einem Delirium tremens oder einer anderen akuten Alkoholpsychose entwickeln, aber auch durch Hirnverletzungen (Hirnschädigung), CO-Vergiftungen und schwere Infektionen entstehen. Substanzabhängigkeit.