Labeling

 

(= L.) [engl. label Etikett], [KOG], Benennung, aktuelle Zuordnung einer Bez. (Zeichen, Symbol) zu einem Objekt (auch Erlebnisinhalt) oder zu einer Objektklasse bzw. Erlernen einer solchen Zuordnung und Verwenden einer erlernten derartigen Zuordnung. Dem L. kommt in S-R-theoretischer Interpretation (S-R-Theorie) kogn. Prozesse eine erhebliche Bedeutung zu. Die Bez., das Label, kann als Benennungsresponse (motor theory, Vermittlungstheorie) und somit als sehr flexible Basis für sekundäre Generalisation, ferner für Kategorien- und Begriffsbildung und Begriffsverwendung gedeutet werden. Sog. einsichtiges Lernen (Einsicht) scheint dadurch S-R-theoretisch interpretierbar zu werden (Dollard & Miller, 1950).

[SOZ], später wurde L. i. R. der Soziologie und Sozialps. spez. auf die Zuordnung von kategorialen Bez. zu Interaktionspartnern und auf die für sie damit verbundenen (im Falle diskriminierender Labels) neg. Auswirkungen angewendet (Stereotyp, stereotyp, Vorurteile).

Referenzen und vertiefende Literatur

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