Labyrinthtest

 

(= L.) [engl. maze test], [DIA, KOG], meist als Papier-Bleistift-Test konzipiertes, heute auf der Basis elektronisch-apparativer Anordnung gebautes Verfahren, das für die Messung der psychomotorischen Leistung einer Vp verwendet werden kann. Der Pb hat unter speed-Bedingungen ein Labyrinth zu durchfahren. Er darf keine Fehler machen, indem er die Begrenzungslinien berührt oder in Sackgassen fährt. Mit dem L. wird die Genauigkeit und die Schnelligkeit der psychomotorischen Koordination gemessen. Die Beziehung der Testwerte zu kogn. Variablen (Überblick, Vorausplanung) sowie zu Persönlichkeitsdimensionen ist nachgewiesen worden. Als sehr häufig verwendete Verfahren gelten z. B. der Porteus-Maze-Test und der Chapuis-Labyrinth-Test. Obwohl der Porteus-Maze-Test sehr häufig angewandt und untersucht wurde (z. B. im klin. Bereich, zur Leistungsvorhersage, zur Diagnostik im Delinquenzbereich, zur Impulsivitätsmessung), ist der Validitätsbereich für diese Tests nicht genau abgesteckt. Cattell verwendet den L. innerhalb seiner obj. Testbatterie (objektiver Test).