Lautmalerei

 

(= L.) [engl. echoism], [KOG], neben Lautgebärde und Lautsymbolik eine Form phonetisch-semantischen Merkmalszusammenhangs. Bei Wörtern, die Geräusche (rascheln, surren, ticken), Klänge (summen, heulen) und geräuschbegleitende Handlungen oder Ereignisse (kratzen, plumpsen) bez., ist oft eine akustische Ähnlichkeit zw. dem Sprachlautlichen und dem sprachlich bezeichneten oder mit bezeichneten Geräuschereignis im Einzelfall evident und sprachvergleichend stat. überzufällig. Schallabbildungen durch die Wortphonetik (Onomatopoetika, Schallwörter; Phonetik) sind lediglich Stilisierungen, da sie sich nur i. R. menschlicher Artikulation und der einzelsprachlichen Phonologie entfalten können. Schallnachahmende Neologismen kommen spontan in der Kindersprache vor und lassen sich bei Erwachsenen exp. studieren (Wissemann, 1954). Die Sprachgeschichte verzeichnet zahlreiche onomatopoetische Neuschöpfungen. Zugrunde liegt eine Tendenz zur Angleichung des lautlichen Eindrucks der Rede an das Lautliche, von dem die Rede ist. Die L. dient auch der ästhetischen Lautstilistik in Poesie und Prosa, wobei neben der Einzelwortphonetik die Satzphonetik Bedeutung erlangt (Psychophonetik). onomatopoetische Theorie.

Referenzen und vertiefende Literatur

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