Lean Management

 

(= L.) [engl. lean knapp, mager], [AO], sinngemäß für schlankes oder sparsames Management. Der Begriff geht auf eine in den 1980er Jahren durchgeführte und sehr beachtete Studie des Massachusetts Institute of Technology (MIT, Womack et al., 1991) zum Kostenvergleich zw. der japan., amerik. und europ. Automobilindustrie zurück. Die Produktivitätsvorteile japan. Unternehmen wurden auf flexible und eigenverantwortliche Arbeitsgruppen (Arbeitsgruppe), Verringerung der Managementebenen und Bürokratie sowie ständige kleine Verbesserungen durch die Arbeiter zur Verbesserung der Arbeitsabläufe und Produkte (vgl. Imai (1991) zum sog. KAIZEN-Konzept) zurückgeführt.

Beim L.M. soll die Arbeit in selbstorganisierten Teams (Gruppenarbeit, s. den soziotechnischen Systemansatz) durchgeführt. Das Management (als Personengruppe) soll nur wenige Hierarchieebenen umfassen und zahlenmäßig genauso wie die Verwaltung möglichst nur aus wenigen Personen bestehen. Die Grundprinzipien der Organisation beim L. sind sehr einfach: (1) Ein Maximum an Aufgaben und Verantwortlichkeiten soll auf die produktiv tätigen Arbeiter übertragen werden. (2) Probleme und Fehler sind ständig zu analysieren und die Arbeitseffektivität ist permanent in kleinen Schritten mit sichtbaren Produktivitätskennziffern (Total Quality Management (TQM), betriebliches) zu verbessern. Wie diese Vorgaben im einzelnen zu realisieren sind, bleibt der Organisation überlassen.

Strittig ist, inwieweit die Konzepte auf Konzepte zur Gruppenarbeit bezogen werden können oder lediglich zur Effizienzsteigerung und zum Personalabbau dienen. Die spez. japan. Grundlagen der Organisationskultur können nicht unverändert in Industrieländern mit anderer Kultur übertragen werden.

Verwendete Literatur

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