Lebensqualität im Kindesalter

 

(= L.) [engl. quality of life in childhood], [EW, GES], ist ein mehrdimensionales Konstrukt, das körperliche, emot. (Emotionen), mentale (Kognition), soziale und alltagsbezogene Aspekte des Wohlbefindens und der Funktionstüchtigkeit aus Sicht des Kindes bzw. aus der Sicht anderer beinhaltet (Lebensqualität). Den konzeptuellen Rahmen bildet die grundlegende WHO-Def. (World Health Organization (WHO)) von Gesundheit, in die körperliches, psych. und soziales Befinden eines Individuums sowie das Management alltäglicher Lebenssituationen eingehen. L. wird als dynamisches Konstrukt verstanden, das sich z. B. im Verlauf der Entwicklung eines Kindes oder bei Bestehen einer Krankheit verändern kann. Geprägt wird L. durch die jew. Entwicklungsaufgaben und zentralen Lebensbereiche im Kindesalter mit ihren entspr. Rollenanforderungen (Rolle, z. B. Kindergarten, Schule, Familie, Gleichaltrige usw.). L. ist ein zentrales Gesundheitsoutcome und kann mit einer Vielzahl von Faktoren, z. B. gesundheitsbezogenen Verhaltensweisen, psych. Auffälligkeiten oder somatischen Krankheiten, in Verbindung gebracht werden. Die Erfassung der L. kann dabei helfen, Subgruppen oder Individuen zu identifizieren, die ein höheres Risiko für Gesundheitsprobleme aufweisen. Ein bestehendes valides Instrument zur Messung der L. bei Kindern und Jugendlichen (Adoleszenz) ist z. B. der KIDSCREEN.

Referenzen und vertiefende Literatur

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