Lehrerrolle

 

(= L.) [engl. role of the teacher], [PÄD], beschreibt die soziale Rolle einer Lehrperson, die diese im System Schule einnimmt. Sie umfasst die Planung und Durchführung des Unterrichts, die Interaktion mit Schülern, Eltern, Kollegen und weiteren Personengruppen sowie die Rolle als Vertreter der Schule in Administration und Öffentlichkeit. Basierend auf vielerlei teilweise divergierenden Erwartungen werden Lehrkräften versch. Rollen zugeschrieben, wie u. a. Wissensvermittler, Berater oder Erzieher. Die L. lässt sich i. R. bestehender Vorgaben (z. B. gesetzliche Richtlinien, Lehrplan) indiv. gestalten, Lehrpersonen befinden sich hier in einem Spannungsfeld zw. role taking und role making (Mead, 1968; Parsons, 1977). In der Professionsforschung (Lehrerprofessionalisierung) wird von einer professionellen Identität (van den Berg, 2002) oder einem professionellen Selbst (Bauer et al., 1996) im Lehrberuf gesprochen. Diese national und internat. erhobene Forderung kommt zu sehr unterschiedlichen Entwürfen, wie eine solche professionelle Identität oder ein professionelles Selbst auszusehen habe. Weitgehende Einigkeit besteht darin, dass die Professionalisierung der Lehrpersonen mit einer stetigen Entwicklung zu tun hat. Diese Entwicklung gelte es anzuleiten, zu initiieren, aufrechtzuerhalten oder zu unterstützen (Gehrmann, 2003). Bes. prägend für diese Metapher sind die berufsbiografischen Untersuchungen von Sikes et al. (1991), die Studie des Schweizers Huberman (1991) und die berufsbiografischen Studien von Terhart (1992). Ein neuerer wichtiger Ansatz ist die Bildungsgangdidaktik. Kernidee der Bildungsgangdidaktik ist die Entwicklung beruflicher Professionalität durch die Bewältigung spezif. Entwicklungsaufgaben (Hericks & Kunze, 2002). Lehren.

Verwendete Literatur

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