Leichte kognitive Störung

 

 (= LKS) [engl. Mild Cognitive Impairment, MCI], [BIO, GES, KLI], chronische erworbene Beeinträchtigung der kogn. Leistungsfähigkeit von einem Grad, der unterhalb der Schwere einer Demenz oder eines Delirs liegt. In der Entwicklung des Konzepts der LKS wurde diese zunächst als frühe klin. Phase i. R. der Alzheimer-Krankheit aufgefasst; der LKS vorauslaufend liegt die präklin. Phase der subj. Gedächtnisstörungen [engl. Subjective Memory Decline, SMD]. In der ICD-10 wird die LKS unter F06.7 kodiert und als ätiologisch unspezif. aufgefasst; dies entspricht auch der üblichen heutigen Verwendung. Nur bei einem Teil der zu einem best. Zeitpunkt diagnostizierten Pat. konvertiert die LKS im Verlauf zu einer Demenz. DSM-5 (Klassifikation psychischer Störungen) hat i. R. der Neuklassifikation organisch bedingter kogn. Störungen die Diagnose der leichten neurokogn. Störung eingeführt (engl. Mild Neurocognitive Disorder). I. R. einer LKS sollte die Fähigkeit zur Alltagsbewältigung (Activities of Daily Living) nicht wesentlich herabgesetzt sein. Unterschieden werden einige Subtypen: die amnestische und die nicht amnestische LKS sowie LKS mit einem dominierend betroffenen Funktionsbereich vs. mit mehreren betroffenen kogn. Domänen [engl. single-domain vs. multiple domain MCI].

Referenzen und vertiefende Literatur

Sie sind schon registriert? Zur Anmeldung
Erstellen Sie einen Account um das komplette Literaturverzeichnis einzusehen.