Leistungsmotiv

 

(= L.) [engl. achievement motive, need for achievement], [EM, PÄD, PER], Motive (Motiv) sind zeitlich überdauernde und transsituativ konsistente Präferenzen für best. Klassen von Anreizen. Ihre Funktion ist es, dem Verhalten Richtung, Intensität und Ausdauer zu geben. Das L. ist dabei, zus. mit dem Machtmotiv und dem Anschlussmotiv (Hoffnung auf Anschluss), eines von drei klassischerweise unterschiedenen Motiven. Personen mit einem stark ausgeprägten L. sind bestrebt, sich mit Gütemaßstäben auseinanderzusetzen. Motive sind in jew. antagonistischen Tendenzen – d. h. aufsuchen vs. meiden, hin zu vs. weg von – organisiert. Für das L. sind diese antagonistischen Tendenzen als Hoffnung auf Erfolg sowie die Furcht vor Misserfolg beschrieben worden. Den Kern des L. bilden die antizipierten Emotionen Stolz über erzielte Erfolge und Scham oder Ärger über Misserfolge. Zur Erfassung von Motiven stehen zwei unterschiedliche Arten von Testverfahren zur Verfügung, nämlich projektive Tests, wie der Thematische Apperzeptionstest (TAT), sowie Selbstbericht-Skalen. Während mit projektiven Verfahren implizite Motive erfasst werden, messen Selbstbericht-Skalen explizite Motive. Typischerweise korrelieren die mit diesen beiden Verfahren gemessenen Motivausprägungen nicht miteinander, sondern messen unabhängige motivationale Systeme.

Referenzen und vertiefende Literatur

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