Leistungsmotivation

 

(= L.) [engl. achievement motivation], [EM, PÄD], wenn der Ausdruck nicht syn. mit Leistungsmotiv benutzt wird, bezeichnet er die Gesamtheit der Determinanten des leistungsmotivierten Verhaltens. In Atkinsons Modell des leistungsmotivierten Verhaltens (Risikowahl-Modell) werden die Leistungsmotive (i.e.S.) oder überdauernden motivationalen Tendenzen, Erfolg zu suchen (Hoffnung auf Erfolg, Me) bzw. Misserfolg zu meiden (Furcht vor Misserfolg, Mm), mit den Situationsparametern multipliziert. Letztere sind die Erwartung des Erfolgs (Wahrscheinlichkeit, We), die Erwartung des Misserfolgs (Wm), der Anreiz des Erfolgs (Ae) und der Anreiz des Misserfolgs (Am). Es ergibt sich die resultierende (aktuelle) Tendenz des Leistungsverhaltens: RT = (Me × Ae × We) + (Mm × (–Am) × Wm) oder RT = Te + Tm, wobei Te und Tm die aktuellen resultierenden Tendenzen, Erfolg zu suchen bzw. Misserfolg zu meiden, sind. (Schneider, 1973). Nach Heckhausen (1965) werden Erfolgs-, Misserfolgs- und Netto-Motivation getrennt gemessen. Es wird außerdem zw. aktueller und «generalisierter» L. unterschieden. Für die Analyse der L. ist die Attributionstheorie (Kausalattribution) hilfreich, weil sie wahrgenommene Ursachen für Erfolg und Misserfolg berücksichtigt (Weiner, 1986, Heckhausen & Heckhausen, 2010). Das Leistungsmotiv kann als das empirisch am besten gestützte Motiv angesehen werden (Heckhausen et al., 1985). Motivation.

Verwendete Literatur

Sie sind schon registriert? Zur Anmeldung
Erstellen Sie einen Account um das komplette Literaturverzeichnis einzusehen.