Lernen aus multiplen Repräsentationen

 

[engl. learning from multiple representations], [PÄD], meint, dass Lernenden unterschiedliche Darstellungsarten (externale Repräsentationen; = R.) zur Verfügung stehen, damit sie einen Sachverhalt tiefer verstehen. Studierenden der Ps. werden z. B. textuelle Beschreibung, Scatterplots und math. Formeln dargeboten, damit sie den Themenbereich Korrelation verstehen. Zudem wird versucht, die R. miteinander in Verbindung zu bringen. Obgleich multiple R. das Potenzial haben, Verstehen zu fördern, zeigen zahlreiche Befunde, dass multiple R. auch sehr hohe Anforderungen stellen. Lernende verstehen best. R. (z. B. math. Formeln) nur unzureichend, sie ignorieren ihnen nicht vertraute R., und sie bringen die unterschiedlichen Informationsquellen nicht miteinander in Verbindung, obgleich dies erst ein tieferes Verstehen erlauben würde. Entgegen «landläufiger» Überzeugungen kann die Verwendung von mehreren R. (z. B. zusätzliches Bild zum Text) den Lernerfolg sogar beeinträchtigen. Damit das Potenzial multipler Präsentationen ausgeschöpft wird, müssen Lernende meist unterstützt werden. Dies geschieht am besten in zweifacher Weise: In einem ersten Schritt wird aufgezeigt, was in versch. R. mit was korrespondiert (z. B. Zusammengehöriges in derselben Farbe). Damit darüber hinaus auf inhaltlicher Ebene die Zusammenhänge zw. R. verstanden werden, können die Lernenden angeregt werden, sich diese selbst zu erklären.

Referenzen und vertiefende Literatur

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