Lernen mit Concept Maps

 

(= L.) [engl. learning with concept maps], [KOG, PÄD], Concept Maps (= C. M.) repräsentieren Lernstoff in Form von Begriffen (Konzepten) – dargestellt als «Knoten» – und Verbindungen zw. diesen Begriffen – dargestellt als Linien oder Pfeile. Die Verbindungslinien sind i. d. R. beschriftet (z. B. «führt zu», «ist Teil von»), sie können gerichtet oder bi-direktional sein. L. erfolgt dabei auf drei typische Weisen: Die Lernenden – indiv. oder kooperativ – (1) erstellen C. M., (2) modifizieren C. M. oder (3) studieren vorgefertigte C. M. Dabei sind die Übergänge fließend. Bisweilen erstellen die Lernenden die C. M. zwar, aber es werden die Konzepte und die Art der Verbindungen vorgegeben, so dass diese Aktivität schon nahe am Modifizieren von C. M. ist. Beim Studium der C. M. werden bisweilen auch falsche Verbindungen eingefügt, die die Lernenden entdecken und (zumindest mental) «verbessern» (d. h. modifizieren) sollen. Mit C. M. kann Lernerfolg gesteigert werden. Wie bei jeder Lernmethode hängt der Erfolg jedoch von vielen Randbedingungen ab. Lernende profitieren z. B. insbes. dann vom Erstellen von C. M., wenn sie sich intensive Gedanken über die Verbindungen machen und wenn sie immer wieder metakognitiv (Metakognition) die Angemessenheit des bisher Konstruierten beurteilen; nicht alle Lernenden zeigen jedoch diese Lernprozesse in ausreichendem Maße. Beim Studieren von vorgefertigten C. M. profitieren primär Lernende mit niedrigen verbalen Fertigkeiten. Zudem sei noch erwähnt, dass man Lernende auch C. M. erstellen lassen kann, um deren Vorwissen zu aktivieren oder zu bewerten und um deren Lernerfolg zu beurteilen. Kognitiv-affektive Karten.

Referenzen und vertiefende Literatur

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