Lernen mit Lerntagebüchern

 

(= L.) [engl. learning by journal writing], [KOG, PÄD], L. meint, dass Lernende über den Lernstoff und ihr eigenes Lernen in reflektierender Art und Weise schreiben, um ihr Wissen zu vertiefen und darüber hinaus auch, um Lernen (Lernstrategie) zu lernen. Prototypisch kann man zwei unterschiedliche Ansätze unterscheiden. Eine Variante des L. dient dazu, sich best. Erkenntnisse durch Schreiben zu erschließen (z. B. über math. Konzepte oder auch darüber, was Math. als Wiss. eigentlich ausmacht). Ein Bsp. für diese Art des L. ist der Ansatz des Reisetagebuchs, der insbes. im Mathematikunterricht eingesetzt wird. Bei der anderen Variante des L. hat das initiale Lernen schon in einer Seminarstunde oder in den Mathematikstunden einer Woche stattgefunden. Das L. dient dann dazu, dass Lernende den Stoff für sich noch besser ordnen, ihn noch weitgehender ins Vorwissen integrieren und sich ggf. noch vorhandene Wissenslücken bewusst machen, um sie dann zu schließen. L. ist dabei kein Selbstläufer, sondern muss von der Lehrkraft oder dem Dozenten unterstützt werden. Für das L. als nachbereitende Lernaktivität haben sich z. B. Leitfragen, die mit zunehmenden Fertigkeiten der Lernenden ausgeblendet werden, als nützlich erwiesen. Zudem ist es wichtig, die Lernenden über den Sinn und Zweck des Lerntagebuchs und der Leitfragen zu informieren und ihnen Bsp. zu geben, die Merkmale produktive Lerntagebucheinträge aufweisen.

Referenzen und vertiefende Literatur

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