Lernen, selbstgesteuertes

 

(= s. L.) [engl. self-directed learning] oder selbstreguliertes Lernen [engl. self-regulated learning], [EM, KOG, PÄD], «ist eine Form des Lernens, bei der die Person in Abhängigkeit von der Art der Lernmotivation (Lernmotivation, aktuelle und habituelle, Lernmotivation, intrinsische und extrinsische) selbstbestimmt eine oder mehrere Selbststeuerungsmaßnahmen kogn. (Kognition), metakognitiver (Metakognition), volitionaler (Volition) und verhaltensmäßiger (Verhalten) Art ergreift und den Fortgang des Lernprozesses selbst überwacht» (Selbststeuerung, Schiefele & Pekrun, 1996, 258). Damit best. das Individuum beim s. L. sein Handeln eigenständig, insbes. dahingehend, ob, was, wann, wie und woraufhin gelernt wird. Damit stellt die metakognitive Kontrolle des Lernenden über seinen Lernprozess eine wesentliche Voraussetzung für s. L. dar. Es gibt zahlreiche Ansätze und Rahmenmodelle des s. L. Zimmerman (1989) beschreibt in seiner soz.-kogn. Perspektive die Selbstregulation als triadische Interaktion zw. personeneninternen (z. B. Überzeugungen bzgl. des eigenen Erfolgs), umgebungsbezogenen (z. B. Feedback des Lehrers) und verhaltensbezogenen (z. B. Ausdauer und Engagement, die Aufgabe zu bearbeiten) Komponenten. Aus der Perspektive der Informationsverarbeitung nach Winne & Hadwin (1998) findet Selbstregulation anhand von vier Phasen statt, nämlich der Phase der Aufgabendefinition (task definition), der Zielsetzung (goal setting), der eigentlichen Aufgabenbearbeitung (enactment) sowie der Anpassung/Veränderung (adaptation). Im integrativen Modell nach Boekaerts (1999) wird s. L. in drei Bereichen beschrieben, die sich wechselseitig beeinflussen: die Regulation des Verarbeitungsmodus (regulation of processing modes), des Lernprozesses (regulation of the learning process) sowie des Selbst (regulation of the self). Diese unterschiedlichen Modelle zeigen die Komplexität von s. L. auf. Gerade im Kontext computerbasierter Lernumgebungen nimmt s. L. an Bedeutung zu. Lernen, selbstreguliertes; Regulationszyklus.

Verwendete Literatur

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