Lernerfolg

 

(= L.) [engl. learning achievement/outcome/success], [KOG], die durch die Darbietung oder durch das Üben (Üben, Übung) erzielte Zunahme der Verhaltensbereitschaft (habit-Stärke, habit), die im Tierversuch z. B. durch Latenzzeit der Reaktion, Häufigkeit der Reaktionen in der Zeit, Stärke (Amplitude) der Reaktionen und durch den Widerstand gegen das exp. Auslöschen gemessen wird.

Insofern Lernen eine unter best. Bedingungen zustande gekommene Erlebens- und/oder Verhaltensänderung meint, bedeutet L. das Ausmaß oder den Betrag solcher Änderung. In enger empirisch-psychol. Fassung ist L. der Differenzbetrag zw. Nach- und Vortest nach zw.zeitlich erfolgter (Lern-)Aktivität des Pb (Lerners), wobei sich die beiden Testdurchführungen auf denselben «Inhalt» (Verhaltensbereich) beziehen und unter denselben Bedingungen stattfinden müssen. Die Messung dieser auf Lernen zurückgeführten Erlebens- und/oder Verhaltensänderung erfolgt mit Hilfe der Lerndiagnostik, wobei der Begriff L. tendenziell eher eine Bewertung solcher Veränderungen im Hinblick auf ein Lehrziel oder Lernziel bezeichnet.

[PÄD], weiter gefasst und damit päd./schulisch relevanter, meint L. den von einem Lernsubjekt erreichten Leistungsstand (Leistung) in Relation zum betriebenen Aufwand (Lerndauer, Ausschließlichkeitsgrad der Konzentration auf den gemeinten Lerngegenstand etc.) oder auch den erreichten Leistungsstand in Relation zur subj. Zielsetzung (Anspruchsniveau) oder in Relation zum sachlich optimal möglichen Verhalten bzw. Leistungsstand.

Referenzen und vertiefende Literatur

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