Lernerfolgsmessung

 

(= L.) [engl. assessment of learning outcomes], [DIA, FSE, PÄD], ist eine diagn. Tätigkeit (Diagnostik, pädagogisch-psychologische) zur Erfassung und Beurteilung der Ergebnisse von Lernprozessen (Lernen, schulisches). Grundlage für L. ist die Def. von Lehr- bzw. Lernzielen (Lehrziel, Lehren), die sich im schulischen Bereich an nationalen Bildungsstandards orientieren. I. R. von L. wird dann überprüft, ob Lernende das Lehrziel erreicht haben, bzw. es wird gemessen, wie groß der Unterschied ist zw. der von den Lernenden erreichten Kompetenz und der im Lehrziel geforderten Kompetenz. In der Schule werden als Ergebnis der L. Noten vergeben. I. R. der Steuerung von Lernprozessen hat L. eine formativ evaluierende, d. h. lernprozessbegleitende Funktion (Evaluation): I. S. indiv. Förderung wird sinnvollerweise so lange gelehrt bzw. gelernt, bis möglichst alle Lernenden das Lehr- bzw. Lernziel erreicht haben (engl. mastery learning; Klauer & Leutner, 2012). Darüber hinaus hat L. eine summativ evaluierende Funktion (Evaluation, summative): Zu best. Zeitpunkten wird erfasst, welche Kompetenzausprägung erreicht worden ist. Dies kann mit Orientierung auf einzelne Lernende erfolgen (z. B. Zeugnis), auf Schulklassen (Vergleichsarbeiten, Bildungsevaluation), auf Bundesländer (Überprüfung der nationalen Bildungsstandards) oder auf ganze Nationen (Internationale Vergleichsstudien (Schulleistungsstudien, Large Scale Assessment, KMK 2004) wie die PISA-Studien oder TIMSS). Instrumente der L. sind Tests (Test) und Fragebögen (Fragebogen), z. T. auch Methoden der Verhaltensbeobachtung (Beobachtung).

Referenzen und vertiefende Literatur

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