Lernziel

 

(= L.) [engl. learning goal], [EM, PÄD], der Begriff stammt aus der Motivationsps. (Motivation), genauer aus Zieltheorien sensu Dweck, Nicholls, Elliot und anderen. Personen, die ein L. verfolgen, geht es beim Ausüben einer Tätigkeit primär darum, eigene Fähigkeiten zu erweitern. L. sind abzugrenzen von Annäherungs-Leistungszielen und Vermeidungs-Leistungsziel sowie von der Arbeitsvermeidung, die ebenfalls Ziele in Lern- und Leistungskontexten darstellen. L. können i. S. einer habituellen Präferenz zeitlich stabil und transsituational konsistent sein (trait) oder sie können situativ angeregt werden (state). In ersterem Fall spricht man von Zielorientierung. Ziele in Lern- und Leistungssituationen sind ein wichtiger Forschungsgegenstand, weil sie in systematischem Zusammenhang mit Erleben und Verhalten sowie erbrachter Leistung steht. L. sind deshalb wünschenswert, weil sie mit einem Bündel adaptiver Emotionen und Kognitionen in Lern- und Leistungskontexten einhergehen. Tatsächlich sind L. auch mit besseren Leistungen assoziiert, wobei der Zusammenhang weniger eng ist, als aufgrund der Assoziation mit leistungsförderlichen vorauslaufenden Bedingungen zu erwarten wäre. Zur Erfassung von L. und weiteren Zielen stehen im dt.sprachigen Raum die für Schüler normierten Skalen zur Erfassung der Lern- und Leistungsmotivation (SELLMO) zur Verfügung.

Verwendete Literatur

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