Loftus, Elizabeth F.

 

(geb. 1944), [HIS, RF, SOZ], Elizabeth F. Loftus wurde in Los Angeles geb., studierte an der University of California. 1970 promovierte sie an der Stanford University. Sie ist Professorin für Ps. an der University of California in Irvine. Elizabeth F. Loftus ist bekannt für ihre Untersuchungen zu Erinnerungsfehlern [engl. false memories]. Sie konnte nachweisen, dass menschliche Erinnerungen oft nicht auf erlebten Ereignissen beruhen, sondern z. B. auf Erzählungen anderer Personen, wie z. B. anderer Zeugen, deren Aussagen dann in die eigenen Erinnerungen integriert werden (Pseudoerinnerung) (Loftus & Loftus, 1976). Hierzu führte sie Experimente durch, die zeigten, dass es möglich ist, die Erinnerungen anderer Personen durch Falschinformationen zu verändern (Falschinformationseffekt, Loftus & Hoffman, 1989). Neben experimenteller Forschung und Lehre hat Elizabeth F. Loftus an über 250 Gerichtsverfahren als Gutachterin zu Zeugenaussagen mitgewirkt. Ihre Arbeit brachte sie dazu, die psychoanalytische Theorie der Verdrängung als falsch anzusehen: Es gebe praktisch keine wiss. Belege dafür, dass traumatische frühe Inhalte der Erinnerung aus dem Bewusstsein verdrängt würden. Elizabeth F. Loftus erhielt für ihre Untersuchungen zunächst heftige Kritik, v. a. aus juristischen Kreisen. Inzwischen zählt sie zu den prominentesten Wissenschaftlerinnen der USA. Sie erhielt Ehrendoktortitel, zahlreiche Forschungspreise und weitere hohe Auszeichnungen.

Referenzen und vertiefende Literatur

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