Maskierung, gegenseitige

 

(= M.) [engl. mutual masking], [KOG, WA], Beeinträchtigung von sensorischen bzw. perzeptorischen Prozessen durch vermehrte Unschärfe der Diskriminierbarkeit von Reizmerkmalen. M. ist vorwiegend abhängig vom Verhältnis der Intensität (Amplitude) des Signalreizes zu der des Störreizes. Sie zeigt sich als Heraufsetzung der Schwelle für den Signalreiz. Weil der Störreiz oft als informationsloses Rauschen auftritt, bezeichnet man dieses Intensitätsverhältnis auch als Signal-Rausch-Abstand. Bei der akustischen Übertragung von sprachlichen Mitteilungen kann die Verständigung durch auditive M. (auditive Wahrnehmung) erheblich gestört sein. Die zunächst vorwiegend im nachrichtentechnischen Bereich durchgeführten Experimente über M. hatten die Verbesserung der Übertragungskanäle zum Ziel. Demgegenüber lag der Schwerpunkt der späteren spezif. ps. Untersuchungen auf den der M. zugrunde liegenden Prozessen im wahrnehmenden Organismus. Maskierung.

Referenzen und vertiefende Literatur

Sie sind schon registriert? Zur Anmeldung
Erstellen Sie einen Account um das komplette Literaturverzeichnis einzusehen.