Masse-Feder-Modell

 

[engl. mass-spring model/analogy], [BIO, KOG], einfaches Modell für Zielbewegungen (Zielbewegung, Motorik), das eng an den Eigenschaften der Muskulatur orientiert ist (aber auch in einem metaphorischen Sinne verwendet wird). Die Kraft eines Muskels steigt, wenn er gedehnt wird; das ist dem Verhalten der Feder analog. Das bewegte Körperglied wird als Masse gedacht, die zw. zwei gegeneinander arbeitenden Federn eingespannt ist (Antagonismus). Die Position der Masse ist durch diejenigen Längen beider Federn best., bei denen sich ihre Kräfte gegenseitig aufheben (Gleichgewichtsposition). Wenn ein Muskel gereizt wird, ändert sich die Beziehung zw. seiner Kraft und Länge, und damit ändert sich auch die Gleichgewichtsposition. Das Modell ist im Prinzip eine angenäherte Beschreibung der mechanischen Verhältnisse bei Muskelkontraktionen; zu einem Modell gezielter Bewegungen wird es, wenn zusätzliche Annahmen über die Änderung der Gleichgewichtsposition im Verlauf der Zeit gemacht werden (z. B. sprungförmige Änderung).

Referenzen und vertiefende Literatur

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