mathematische Frühförderung

 

(= m. F.) [engl. early mathematical education], [PÄD], umfasst Maßnahmen, die vor Schuleintritt durchgeführt werden und darauf abzielen, das Verständnis math. Inhalte zu fördern. Ps. Ansätze zur m. F. (z. B. Trainingsprogramm «Mengen, zählen, Zahlen») orientieren sich üblicherweise an der natürlichen Entwicklung math. Kompetenzen und unterstützen Kinder im Aufbau eines numerischen Verständnisses von Zahlen und Zahlbeziehungen (z. B. zur Zahl 4 gehören vier Stück, 4 Stück sind mehr als 3 Stück, mathematische Kompetenzen, Entwicklungsmodell). Mit Blick auf die Vorbeugung von Rechenschwierigkeiten (Dyskalkulie, Rechenschwäche; Prävention) sollte in der m. F. darauf geachtet werden, dass Zahlen nicht in Kontexte eingebettet werden, die von ihrem numerischen Sinn ablenken. Denn werden Zahlen z. B. personifiziert und mit irrelevanten Informationen wie menschlichen Eigenschaften in Verbindung gebracht, stellen Kinder schnell Sinnbezüge zu Zahlen her (z. B. 3 ist eine Fee), die mit dem numerischen Sinn der Zahlen konkurrieren und dadurch den Aufbau eines adäquaten Verständnisses von Zahlen verhindern können, wie dies häufig bei Kindern mit Rechenschwäche beobachtet wird. Optimalerweise vermittelt m. F. also, dass Zahlen abstrakte Repräsentanten von Mengen und Größen sind, die z. B. Anzahlen, Maßeinheiten und Größenrelationen wiedergeben. Zudem werden Darstellungsmittel sowie sprachliche Formulierungen eingesetzt, die die Aufmerksamkeit der Kinder auf die numerischen Inhalte von Situationen lenken und so numerische Erkenntnisse über Zahlen unterstützen.

Referenzen und vertiefende Literatur

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