Meehl, Paul E.

 

(1920–2003), [HIS, DIA, PHI, KLI], Paul Everett Meehl war ein US-amerik. Klinischer Psychologe, der Beiträge zur Klin. Ps., Psychoanalyse sowie zur Philosophie und Methodologie der Ps. leistete. Er wurde in Minneapolis geb. und studierte an der University of Minnesota seiner Heimatstadt. Ein Ergebnis seiner Dissertation war die K-Skala («K» für correction), die zur Korrektur der Werte im Minnesota Multiphasic Personality Inventory (MMPI) dienen sollte, weil manche Personen normale Werte im MMPI aufwiesen, von denen aber bekannt war, dass sie seit längerer Zeit psych. Probleme hatten. Die Selbstdarstellung mit «normalen» Antworten wurde daher als Verteidigungshaltung der Pbn gewertet. Die K-Skala ist somit eine frühe Form der Lügenskala. Es war das Ziel von Paul E. Meehl, die Ps., bes. die Klin. Ps. und Diagnostik auf ein Niveau größerer Wissenschaftlichkeit zu bringen (Meehl, 1954). Das hieß auch, übliche klin.-psychol. Diagnosen durch genauere Diagnosen, daher auch empir. fundierte Wahrscheinlichkeitsaussagen, zu ersetzen (Prognose). Zusammen mit Lee J. Cronbach beschrieb Paul E. Meehl Kriterien der Konstruktvalidität von Tests (Cronbach & Meehl, 1955). Paul E. Meehl wurde 1962 wurde zum Präsidenten der American Psychological Association (APA) gewählt. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen.

 

Referenzen und vertiefende Literatur

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