Metabolisierung

 

(= M.) [engl. metabolism; gr. μεταβολή (metabole) Umwandlung, Veränderung], [PHA], bez. den chemischen Umbau körpereigener oder fremder Stoffe durch körpereigene Enzymsysteme. Dabei entstehen Metaboliten. Bis auf wenige Ausnahmen sind die meisten Arzneimittel chemisch so aufgebaut, dass sie biol. Membranen passieren, um ihren Wirkort zu erreichen. Sie müssen umfangreich metabolisiert werden, um den Körper wieder verlassen zu können. Für Medikamente ist die Leber das wichtigste Organ für die M. Auch andere Organe sind metabolisch aktiv, vor allem die Darmmukosa. Bei der M. von Arzneimitteln werden Phase-I- und Phase-II-Reaktionen unterschieden. Bei den Phase-I-Reaktionen werden Medikamente chemisch «funktionalisiert», indem bspw. eine Hydroxylgruppe eingeführt oder eine Sauerstoffgruppe freigesetzt wird. Die quant. wichtigste Enzymfamilie des Phase-I-Metabolismus ist das Cytochrom-P450-System (CYP). Der Mensch ist mit 39 funktionellen CYP-Enzymen ausgestattet. Bes. relevant für den Abbau von Arzneimitteln sind 6 Isoenzyme. Es gibt zahlreiche genetische Varianten der CYP-Enzyme. Nach Durchlaufen von Phase-I-Reaktionen sind viele Arzneimittel nicht ausreichend nierengängig und ausscheidbar. Sie werden ausscheidbar in Phase-II-Reaktionen durch Konjugation von hydrophilen Resten. Am wichtigsten ist die Übertragung von Glucuronsäurerest durch Glucuronosyltransferasen.

Referenzen und vertiefende Literatur

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