Metakommunikation

 

(= M.) [engl. metacommunication; gr. μετά (meta) über, nachgeordnet], [SOZ], Kommunikation (= K.); besteht aus expliziten und intentionalen Aussagen über Aspekte eines K.prozesses (wie z. B. Inhalte, Strukturen, K.stile, nonverbale Signale; nichtverbale Kommunikation) oder über situationsübergreifende K.stile. Wichtige Funktionen von M. sind Vermeiden und Beheben von Störungen in K.abläufen (auch in Arbeitsbeziehungen). Für einen sinnvollen Einsatz ist die Vereinbarung und strikte Einhaltung best. Regeln unverzichtbar. Verzichtet man auf die Bestimmungskriterien der Explizitheit und Intentionalität, dann ist M. praktisch identisch mit dem Beziehungsaspekt der Kommunikation in der Theorie von Watzlawick et al. (1967, 2011; Kommunikationsmodell von Watzlawick et al.), nach der jede Mitteilung auch einen Hinweis darauf enthält, wie sie vom Empfänger verstanden werden soll. Auch das sog. Vier-Seiten-Modell der Kommunikation von Schulz von Thun enthält eine ähnliche Vorstellung. Für einen bewussten Umgang mit «Kommunikation über Kommunikation» ist die engere Def. jedoch sinnvoller.

Verwendete Literatur

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