Minimum-Effektgrößen-Tests

 

(= M.) [engl. minimum effect size tests], [FSE], Verfahren zur stat. Signifikanztestung. Beim klassischen Signifikanztest, der konventionell mit einer Nil-Nullhypothese (Annahme: in der Population liegt kein Effekt vor) arbeitet, können bei hoher Teststärke bzw. großem Stichprobenumfang auch Populationseffekte, die nahezu (aber eben nicht exakt) null sind, stat. signifikant werden. M. testen deswegen anstelle von Nil-Nullhypothesen sog. Minimum-Effekt-Nullhypothesen, die sehr kleine bzw. kleine (bis zu 1% bzw. 5% Varianzaufklärung; Effektstärke) Effekte als unbedeutend einordnen und nur dann signifikante Befunde anzeigen, wenn die Stichprobendaten auf einen Populationsseffekt hindeuten, der größer als ein solcher Minimaleffekt ist. M. entsprechen im logischen Ablauf dem klassischen Signifikanztest, allerdings wird mit nicht zentralen theoretischen Prüfverteilungen gearbeitet. Statistik.