missing completely at random (MCAR)

 

[engl.] Vollständig-zufälliges-Fehlen, [FSE], ein unsystematischer Missing-Data-Prozesse. Die Teilstichprobe der Personen mit Missing Data stellt eine Zufallsstichprobe aus der erhobenen Gesamtstichprobe dar. Das Auftreten von fehlenden Werten hängt hierbei weder von der (nicht bekannten und somit nur vermutbaren) Ausprägung in der Variablen selbst noch von anderen (bekannten) Variablen im Datensatz oder weiteren nicht erhobenen Parametern ab. Es gibt somit keine Systematik, die das Fehlen der Werte vorhersagen kann. Wird R als Indikatorvariable («1» = «fehlend», «0» = «vorhanden») für das Fehlen eines Werts definiert, so steht die Ausprägung in dieser Variable R weder in Zusammenhang mit einer anderen Variablen im Datensatz noch mit der Ausprägung in der untersuchten Variablen selbst. Gibt bspw. eine Person ihr Alter nicht an, so ist dies im Falle von MCAR weder durch das Alter selbst (junge und alte Befragte tendieren im selben Maße zur Verweigerung der Angabe) noch durch das Geschlecht (Frauen und Männer tendieren im selben Maße zur Verweigerung der Angabe) bedingt.

Referenzen und vertiefende Literatur

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