Mittel-Ziel-Überzeugung

 

(= MZ.) [engl. means-ends belief], [EM, KOG], eine MZ. ist eine Überzeugung (ein Glaube, eine Meinung, Überzeugungssystem, Glaubenssystem) mit dem Inhalt, dass ein Sachverhalt M ein geeignetes Mittel zur Herbeiführung eines anderen, gewünschten Sachverhalts Z (eines Zieles, i. w. S. des Wortes) ist; d. h. die Überzeugung, dass M das Ziel Z in der gegebenen Situation herbeiführt oder zumindest die Wahrscheinlichkeit des Eintretens von Z erhöht. Ist M eine eigene Handlung, dann spricht man oft von einer Handlungs-Ergebnis-Überzeugung (Heckhausen & Heckhausen, 2010). Statt von Überzeugung (belief) wird oft von Erwartung (expectancy) gesprochen, denn Erwartungen sind Überzeugungen, die sich auf etwas Zukünftiges beziehen, und dies ist bei MZ., die i. R. der Handlungsplanung auftreten, i. d. R. der Fall. Eine quant. Version des Begriffs der MZ. ist der Begriff der subj. Wahrscheinlichkeit, dass eine Handlung H eine Handlungsfolge F herführt; dieser Begriff spielt eine zentrale Rolle in den Erwartung-Wert-Theorien der Motivation. Zielsystemtheorie.

Referenzen und vertiefende Literatur

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