mobiles Lernen

 

(= m. L.) [engl. mobile learning; lat. mobilis beweglich], [KOG, MD], bez. das Lernen unabhängig von best. Orten oder Zeiten («anytime, anywhere», «always with you») und kann konzeptuell als Erweiterung von E-Learning gesehen werden. Technikzentriert kann es über die verwendeten mobilen Medien def. werden (d. h. tragbare technische Geräte wie z. B. Notebooks, Smartphones, Tablets, Datenbrillen, Smartwatches). Diese Def. muss allerdings beständig erweitert werden, sobald neue mobile Technologien verfügbar werden. Andere Def. sehen den Lerner oder die Inhalte als mobil (unabhängig vom Gerät, Nähe zu cloud computing, ubiquituous computing [engl. ubiquituous allgegenwärtig]). Frohberg et al. (2009) verwenden die Activity Theory um M.-L.-Projekte bzgl. Kontext (wo und wann?), Werkzeugen (womit?), Kontrolle (wie?), Kommunikation (mit wem?), Nutzern (wer?) und Ziel(en) (welche/s?) zu klassifizieren und Forschungsstärken und -defizite aufzuzeigen. Vorteile von m. L. sind die Möglichkeiten zur Personalisierung, Situiertheit, Kollaboration, ubiquitären und lebenslangen Verfügbarkeit (Sharples et al., 2007). Herausforderungen von m. L. beinhalten u. a. die heterogene und sich schnell weiterentwickelnde Technologie, den Neuheitseffekt als Störvariable bei der Erfassung der Wirksamkeit, die hohe kogn. Belastung (cognitive load) beim L. in Kontexten, die nicht als Lernumgebung konzipiert wurden, die tatsächliche Nutzung von mobilen Lernangeboten bei leicht verfügbarer Ablenkung oder die Entwicklung von passenden Lernangeboten.

Referenzen und vertiefende Literatur

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