Modelllernen

 

[engl. learning by models, psychological modeling], syn. Lernen am Modell, [KOG], in der Frühphase (1960−1980) der sozial-kogn. Lerntheorie Banduras die Bez. für das Beobachtungslernen [engl. observational learning], bei dem durch das Beobachten von Modellen i. S. von Vorbildern neue, komplexe Verhaltensdispositionen erworben werden. Nach Ausweitung der Beobachtungsobjekte auch auf nicht personale Instanzen wie Texte, Ideen und Denksysteme ist der allgemeinere Begriff des Beobachtungslernens sinnvoller und hat sich mehrheitlich durchgesetzt.

[KLI], Standardtechnik der Verhaltenstherapie (Nachahmung), spielt implizit wohl in allen Formen psychoth. Behandlung, explizit in der Verhaltenstherapie eine Rolle. Günstig ist, wenn ein reales Modell, das dem Betroffenen hinreichend ähnlich ist, in einer realistischen Situation beim Bewältigen von Schwierigkeiten (i. Ggs. zu einem meisterhaften, unproblematischen Umgang) beobachtet werden kann und möglichst gleich anschließend eigene angeleitete Übungsmöglichkeiten bestehen. Besonders gute Möglichkeiten dazu bestehen oft in der Gruppentherapie. Anwendung: Phobien, Sozialtraining, schulischer Bereich, Retardierte, Gruppentherapien, Psychosen, autistische Kinder. soziales Lernen.

Referenzen und vertiefende Literatur

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