Moede, Walt(h)er

 

(1888–1958), [AO, HIS, SOZ], studierte in Straßburg, Berlin und bei Wundt in Leipzig, promovierte dort 1911 zum Dr. phil., bereits im Ersten Weltkrieg war er als Militärps. (Eignungstests für Kraftfahrer) tätig, 1918 Habilitation an der TH Berlin-Charlottenburg für industrielle Psychotechnik, 1917–1932 Dozent an der Handelshochschule Berlin, 1921 n. b. ao. Prof. für industrielle Psychotechnik und Arbeitstechnik, 1940 beamteter o. Prof., 1945 aus der TH ausgeschieden. 1951–1958 Dozent an der Verwaltungsakademie Berlin, 1956 Anerkennung als emer. Ordinarius an der TH Berlin. Moede gilt durch seine Experimente über den Einfluss von Gruppensituationen auf das Leistungsverhalten als ein Begründer der exp. Sozialps. in Dt. (Moede, 1920). Er führte in großem Umfang Industrieaufträge in den Bereichen der Personalselektion, Unfallforschung und Arbeitsplatzgestaltung durch. In Dt. gilt Moede als wichtiger Vertreter der Psychotechnik (Moede, 1930), und zwar der «praktischen» Psychotechnik, die sich selbst i. Ggs. zur akademischen Psychotechnik (vertreten durch SternMarbe u. a.) sah. Moede betrieb ebenfalls Reklame- und Konsumentenforschung. Mit Piorkowski begründete er die Zeitschrift «Praktische Psychologie» (1919–1923), danach die «Industrielle Psychotechnik» (1924–1944). Moede trat für die fachpolitischen Angelegenheiten der Ps. und Psychotechnik ein, forderte z. B. schon früh einen Diplomstudiengang Ps. Zeitweise hatte der von ihm mitgegründete «Verband praktischer Psychologen» nennenswerte Bedeutung.

Referenzen und vertiefende Literatur

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