Monitoring, ambulantes

 

(= a.M.) [engl. ambulatory monitoring; lat. ambulare herumgehen, lat. monitor Ermahner, Warner], [BIO, DIA,GES, KLI, PER], die Registrierung von physiol. Messwerten unter Alltagsbedingungen. Das ambulante 24-Stunden-Monitoring des EKG (Elektrokardiogramm; EKG-Speicher) und des Blutdrucks sind seit Jahrzehnten unentbehrliche Routinemethoden in der Med. zur Diagnostik und Überwachung von Pat. Das Blutdruck-Monitoring hat eine unmittelbar überzeugende Gültigkeit, weil es die Blutdruckreaktivität im Alltag abbildet, auf die es in der Diagnostik und Behandlung ankommt. Thomas G. Pickering zufolge sind hunderttausende Personen, weil ein a.M. unterblieb, falsch diagnostiziert und behandelt worden: ein instruktives Bsp., wie zweifelhaft die Generalisierbarkeit von Messungen in der Arztpraxis oder im Labor ist. Mit modernen Recorder/Analyzer-Systemen sind zahlreiche physiol. Funktionen hinreichend zuverlässig unter den meisten Alltagsbedingungen zu registrieren. Durch multiple Akzelerometrie ist mit Beschleunigungssensoren über die kontinuierliche Aktivitätsmessung hinaus die zuverlässige Detektion von Körperposition, Bewegungsmustern und Bewegungsstörungen möglich. Das ambulante Enzephalogramm (Elektroenzephalografie, EEG) erlaubt die Detektion von Anfallssymptomatik unter Alltagsbedingungen (Assessment, ambulantes, Monitoring, psychophysiologisches). Die innovative Monitoring-Methodik wurde auch für das Selbstmonitoring der psych. oder körperlichen Symptomatik chronischer Krankheiten unter Alltagsbedingungen und für das eigenaktive Selbstmanagement, als Baustein einer Verhaltenstherapie, Selbsthilfe und Selbstmedikation, eingesetzt.