Morphin, Morphium

 

(= M.) [engl. morphine, morphium], [PHA], Hauptsubstanz des Opiums. Beeinflusst Arten von Opiat-Rezeptoren. Als Analgetikum häufige Verabreichung bei starken Schmerzen, etwa durch Tumore. Psych. Wirkungen: hypnotisch, analgetisch, anxiolytisch, euphorisierend. Den vielfältigen Wirkungen entsprechen versch.artige Angriffspunkte. Schmerzbeeinflussung erfolgt v. a. über Bindung an den mu-Rezeptoren im Rückenmark und supraspinalen Strukturen (periäquaduktales Grau, Nucleus raphe magnus, Locus subcoerulus), die deszendierend nozizeptive Bahnen im Rückenmark hemmen, euphorisierende Wirkungen durch Assoziationen mit dem Belohnungssystem. Pos. verstärkend im Tierversuch. Somatische Wirkungen: starke vegetative Effekte, z. B. Herzfrequenzerniedrigung, Atemdepression, Pupillenkontraktion, Obstipation, Übelkeit und Erbrechen. M. führt zu Drogenabhängigkeit.

Referenzen und vertiefende Literatur

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