Motivation, intrinsische; Theorien

 

[engl. theories of intrinsic motivation; lat. intrinsecus im Inneren], [EM, PÄD], eine Motivation für eine best. Handlung wird dann als intrinsisch (= i.M.) bezeichnet, wenn diese um ihrer selbst willen ausgeführt wird und nicht wegen (antizipierter) pos. Konsequenzen (Verstärkung). Letzteres bez. wir als extrinsische Motivation (= e.M.). Theorien i.M. spielen eine zentrale Rolle in der Motivationsps. und in Anwendungen von motivationalen Konzepten in Erziehung und Unterricht; einen Überblick geben Deci & Ryan (1993; Selbstbestimmungstheorie). Die Messung i.M. erfolgt häufig zum einen über die Zeitdauer, mit der eine Aktivität frei gewählt wird, zum anderen auch über Einschätzungen von Freude und Interesse an der jew. Handlung. Dabei wird deutlich, dass i.M. und e.M. sich nicht ausschließen; ein beobachtetes Verhalten kann auch zugleich i. und extrinsisch motiviert sein. Allerdings kann i.M. geschwächt werden, wenn Individuen, die vorauslaufend i. motiviert waren, zu dem Schluss gelangen, dass ihr Verhalten unter externer Kontrolle steht und somit e. motiviert ist (Korrumpierungseffekt). Für die Anwendung in Erziehung und Unterricht ist das Konzept der i.M. deshalb interessant, weil viele Daten dafür sprechen, dass eine i.M. zu bes. guten Lernleistungen (Lernerfolg) führt. DeCharms (1968) hat auf dieser Basis Maßnahmen zur Stärkung von i.M. vorgeschlagen und erprobt (Urhebertraining).

Verwendete Literatur

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