Multiinfarktdemenz

 

(= M.) [engl. multi-infarct dementia]; auch: vaskuläre Demenz, [KLI], nach DSM-5vaskuläre neurokogn. Störung. Form einer Demenz, die auf dem Boden einer zerebrovaskulären Erkrankung (= Durchblutungsstörungen des Gehirns) entsteht. Ursachen können große Infarkte oder Schädigungen multipler kleiner Gefäße sein. Dementspr. vielgestaltig ist die klin. Symptomatik, die oft auch durch neurologische Herdsymptome gekennzeichnet ist. Die M. ist nach der Alzheimer-Demenz die zweithäufigste Demenzform, ihre Prävalenz nimmt mit dem Alter zu und beträgt bei über 80-Jährigen mehr als 15%. Die Prävalenz ist bei Männern höher als bei Frauen. Mischformen zw. M. und Alzheimer-Demenz sind häufig.