multimediale Lehr-Lern-Systeme

 

(= m.L.) [engl. multimedia (instructional and) learning systems], [MD, PÄD], unter m.L. in ihrer weitesten Def. versteht Mayer (2009) jede Form medial vermittelter Information, bei der mehr als eine Repräsentationsart verwendet wird. I. d. S. ist auch ein instruktional illustrierter Text eine multimediale Informationsquelle. Üblicherweise wird der Begriff aber enger auf technologiebasierte Präsentationsmedien bezogen, wobei unter Lehr-Lern-Systemen Anwendungen verstanden werden, in denen neben der reinen Informationspräsentation auch Unterstützungsfunktionen von Lehr-Lern-Prozessen vorhanden sind (Brünken & Leutner, 2008; ). Entsprechend lassen sich m.L. hinsichtlich der grundlegenden lerntheoret. Konzeption (Lerntheorien; behavioristische, kogn., konstruktivistische Lerntheorien) und nach dem Ausmaß der implementierten Lehrunterstützung unterscheiden (Drill-&-Practice-Programme, tutorielle Systeme, Simulationen und Mikrowelten). Sofern die Systeme auch Module zur Diagnose des erreichten Kompetenzniveaus der Lerner enthalten und ihr Lehrangebot daran anpassen, werden sie als adaptive Systeme bezeichnet. In der akt. päd.-psychol. Forschung lassen sich zwei unterschiedliche Forschungsrichtungen zu m.L. unterscheiden. Eine erste befasst sich aus eher kognitionspsychol. Perspektive mit instruktionalen Bedingungen des indiv. Wissenserwerbs beim Lernen mit m.L. und wird häufig unter dem Schlagwort learning with multimedia subsumiert. Eine zweite befasst sich aus eher konstruktivistischer Perspektive mit Fragen der kollaborativen Wissenskonstruktion in virtualisierten Lernumgebungen (computer-supported collaborative learning).

Referenzen und vertiefende Literatur

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