multiple externe Repräsentationen

 

(= m. R.) [engl. multiple external representations; lat. multi viele, externus außen, representare vor Augen stellen], [MD, PÄD], sind unterschiedliche, meist visuell präsentierte Darstellungen (z. B. Texte, Formeln und Bilder), die gemeinsam dargeboten werden, um Lern- und Problemlöseprozesse zu unterstützen. Mit den Potenzialen und kogn. Anforderungen von m.R. beschäftigen sich versch. Ansätze der Lehr-Lern-Forschung. Bspw. betont die Cognitive Theory of Multimedia Learning unterschiedliche Kodierung von m. R. (z. B. symbolisch und grafisch), die vorteilhaft für Lernprozesse sein kann. Ainsworth (2006) hält dagegen Kombinationen von m.R. für besonders lernförderlich, die best. Funktionen erfüllen wie wechselseitige Ergänzung, Einschränkung von (Fehl-)Interpretationsmöglichkeiten und Verständnisförderung. In beiden Fällen wird die Integration der unterschiedlichen externen Repräsentationen in kohärente mentale Repräsentationen als entscheidend für bedeutsame Lernprozesse angesehen. Diese kann durch das systemat. Aufeinanderbeziehen und interaktive Integrieren von m. R. gefördert werden (Bodemer et al., 2005).

Verwendete Literatur

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