Multitrait-Multimethod-Analyse

 

(= M.) [engl. multitrait-multimethod analysis «Analyse mehrerer Eigenschaften und mehrerer Methoden»], [DIA, FSE], die M. ist eine Methode der Validierung psychol. Messinstrumente, die auf Campbell und Fiske zurückgeht. Sie erlaubt die Analyse der konvergenten Validität und der diskriminanten Validität. Sie basiert auf der Grundannahme, dass jeder psychol. Test eine Trait-Methoden-Einheit darstellt. Gemessene Merkmalsunterschiede repräsentieren daher nicht nur Unterschiede in dem zu messenden Merkmal, sondern können auch durch methodenspezif. Einflüsse hervorgerufen werden. Um den relativen Anteil von merkmals- und methodenspezif. Einflüssen abschätzen zu können, ist es notwendig, mind. zwei Merkmale (Traits) und mind. zwei Messmethoden bei der Validierung zu berücksichtigen. Die M. basiert auf der multitrait-multimethod matrix, in der die Korrelationen zw. versch. Traits, die anhand versch. Methoden erfasst wurden, zus.gestellt sind. Die Hauptdiagonale der Matrix enthält die Reliabilitäten. In den Monomethod-Blöcken werden die Korrelationen der versch. Traits, die anhand derselben Methode erfasst wurden, dargestellt. Die Heteromethod-Blöcke umfassen die Korrelationen zw. den Traits, die anhand der versch. Methoden erhoben wurden. Korrelationen zw. denselben Traits, die anhand versch. Methoden erfasst wurden, repräsentieren die konvergente Validität. Die diskrimante Validität wird anhand von drei Kriterien bewertet: (1) Die Korrelationen versch. Traits, die anhand versch. Methoden gemessen wurden, sollten kleiner sein als die Korrelationen desselben Traits, der anhand versch. Methoden erfasst wurde. (2) Die Korrelationen versch. Traits, die anhand derselben Methode gemessen wurden, sollten kleiner sein als die Korrelationen eines Traits, der anhand versch. Methoden erfasst wurde. (3) Die Korrelationen zw. den versch. Traits sollten sowohl in den Heteromethod- als auch in den Monomethod-Blöcken ein ähnliches Muster zeigen. Zur M. wurden eine Vielzahl weiterer Ansätzen entwickelt. Insbes. wurden Modelle der konfirmatorischen Faktorenanalyse entwickelt, die die Zerlegung eines beobachteten Messwerts in einen Trait-Wert, einen Wert, der spezif. für eine Methode ist, und einen Messfehlerwert ermöglichen.

Referenzen und vertiefende Literatur

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