Musikalität

 

(= M.) [engl. musicality; gr. μουσικά (mousika) Kunst der Musen, Geistesbildung, Tonkunst und Dichtung], [KOG], beschreibt das Ergebnis eines komplexen Prozesses, in dem Anlage- und Umwelt-Einflüsse (Anlage-Umwelt-Interaktion) miteinander agieren, was zu einer spezif. Ausprägung von M. führt und dem musikalischen Verhalten und der musikalischen Wahrnehmung (Musikwahrnehmung) eines Menschen zugrunde liegt. Ein großer Fokus in der Forschung liegt auf Anlage-Faktoren, die seit dem Jahr 1919 versucht werden zu messen (Seashore Measures of Musical Talent, Musik-Begabungstests). Der Einsatz solcher Testbatterien zur Auswahl bes. musikalischer Personen ist jedoch nicht nur ethisch, sondern auch bzgl. der prognostischen Validität der verwendeten Musiktests fragwürdig. M. kann basale Fähigkeiten, wie das Erkennen von Tonhöheunterschieden, bis hin zu hochexpertisierten Leistungen, wie das auswendig abrufbare, technisch anspruchsvolle und expressiv gestaltete Repertoire eines Berufsmusikers beschreiben, dem zehntausende Std. Übezeit vorausgehen (Expertise-Erwerb). Gleichzeitig existieren mannigfaltige Ausprägungen von M., die sich in den versch. Musikkulturen unter Amateur- und professionellen Musikern sowie Rezipienten (Musikrezeption) beobachten lassen. musikalische Fähigkeiten, Entwicklung, Musikpsychologie.

Referenzen und vertiefende Literatur

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